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Mai / Juni 2018

Aktuelles

01.05.2018 Tag des CVJM, FZZ

06.05.2018 Einführungsgottesdienst von Pfarrer Pascal Würfel, Neureut-Nord

 

 

Wir gratulieren

05.05.2018 Gerhard Lang zum 90. Geburtstag

14.05.2018 Sabine und Morteza Mirsoltani zur Silbernen Hochzeit

14.05.2018 Petra und Matthias Karnuth zur Silbernen Hochzeit

24.05.2018 Petra Brunner und ihrem Mann zur Silbernen Hochzeit

30.05.2018 Sandra Stäudlin zum 50. Geburtstag

31.05.2018 Christiane Sölter zum 50. Geburtstag

03.06.2018 Siegfried Stober zum 75. Geburtstag

17.06.2018 Dania Perizonius zum 50. Geburtstag

19.06.2018 Wolfgang Nagel zum 75. Geburtstag

 

 

 

Gedanken zur Monatsspruch

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

Hebräer 11,1 (Lut)

Es war ein schöner Sonntag im April, ich saß in einem Abendgottesdienst. Vorne auf der Bühne spielte gerade die Band den Lobpreis und während die Gemeinde mit sang und tanzte und die Arme erhob, senkte ich meinen Kopf gen Boden und ich hielt inne, um ein Gebet zu sprechen.

Ich bat darum, der Christenheit auf der Welt doch die Kraft zu geben, dem oft so undurchschaubaren Plan Gottes Vertrauen schenken zu können. Im Hintergrund sangen die Leute immer wieder: „Denn Gott ist gut.“ An diesem Sonntag konnte ich ja nicht ahnen wie mich das Thema weiterhin begleiten sollte. Als ich gefragt wurde, ob ich gerne den Gedanken zum Monatsspruch verfassen möchte, sagte ich sofort zu und wollte sogleich meine Neugier befriedigen - also schlug ich das Internet auf und las mir den Monatsspruch durch.

Zugegeben, es hat etwas gedauert bis ich wirklich verstand, was dort stand. Kurze Zeit später wurde mir auch bewusst wie herausfordernd dieser Satz ist.

 

Im Grunde steht am Anfang doch die Frage: Was ist Glaube? Um nicht den Rahmen zu sprengen, möchte ich mich kurz fassen: Glauben bedeutet für mich, sich bewusst auf das „Abenteuer“ mit Jesus einzulassen. Denn es ist dessen Plan, dem wir vollstes Vertrauen schenken müssen. Wir müssen uns bewusst sein, wie groß und allumfassend seine Liebe zu uns ist. An Ostern erinnern wir an die größte und grausamste Liebesgeschichte der Welt. An Ostern ließ sich Jesus demütigen, verhöhnen, bespucken auf fürchterliche Art foltern und ans Kreuz nageln, um jeden von uns zu befreien, zu

erlösen. Es vollendete Gottes großen Heilsplan und niemand konnte auch nur erahnen, dass jenes Grab nach 3 Tagen leer sein wird. Aber er ist wahrhaft auferstanden und hat für uns der Sünde Lohn

nämlich den Tod überwunden.

Wenn Jesus dies aus freien Stücken und aus Liebe für uns getan hat - welchen Grund hätten wir, ihm nicht zu vertrauen? Ich denke das Problem, das viele Menschen, wenn nicht sogar alle Menschen haben, ist das angesprochene „nicht sehen“. Wie oft haben wir nicht schon Sätze gehört wie: „Wenn Jesus einfach nochmal zu uns käme, um uns die Hand zu schütteln, wäre doch alles soviel einfacher - dann würden wir ihn sehen, dann würden wir an ihn glauben können, weil er greifbar wäre.“

Es gibt durchaus Menschen die schon viel in ihrem Glauben erlebt haben. Für folgende „These“ ist es fast ohne Bedeutung, ob man Christ ist oder nicht: Wir glauben nur was wir fassen können beziehungsweise erleben können. Ich finde hier wird relativ gut beschrieben, weshalb Menschen entweder gar nicht glauben können oder riesige Zweifel mit in ihr Glaubensleben bringen! Gibt es also einen Grund, weshalb wir den Versuch „Gott vertrauen“ starten sollten?

Ich möchte hier ein Zitat einbringen:

„Wenn das Christentum falsch ist, ist es bedeutungslos; wenn es stimmt, ist es von unendlicher Bedeutung. Was es nicht sein kann: ein bisschen wichtig." - C.S. Lewis

 

Das obere Zitat wäre die kürzeste und rein logische Antwort auf die Frage, ob wir Gott vertrauen sollten. Gibt es auch eine Emotionale? Wenn ich mich manchmal mit meinen Freunden oder meinen Kollegen über mein Glauben unterhalte, muss ich mir oft ziemlich fiese Sachen anhören. Ganz oft passiert es mir sogar, dass ich wirklich Verständnis für die Kritik habe. Vieles lässt sich auch nicht mehr so einfach revidieren, da die Menschen oftmals auch kein Interesse mehr daran haben, irgendetwas über Gott zu hören. Oft kann ich aber auch einfach nicht alles erklären, weil ich schlicht und ergreifend nicht den ganzen Plan kenne, den Gott für mich und seine ganze Schöpfung gemacht hat.

Gott will unser Bestes. Dies hat er uns am Kreuz unmissverständlich gezeigt. Was ich antworten würde, wenn sie mich folgendes fragen würden: „Warum sollten wir jemandem Vertrauen schenken, den wir mit keinem unserer Sinne erkennen können?“ 

 

„Wir sind keine Diener (mehr), denn Gott hat uns zu seinen Kindern gemacht.“

Als Gott sich selbst erniedrigte (Philipper 2,8), um uns Menschen aus dem Preis der Sünde freizukaufen, war dies ein Akt der Liebe. Und hier ist die emotionale Antwort versteckt. Wenn uns der König

der Könige aus dem Dienerdasein befreit, weil er kein Interesse an Sklaven hat, sondern jeden einzelnen aus dem dunkelsten Morast der Sünde befreien möchte, ist dies die gnadenvollste Tat in der Geschichte der Schöpfung. Gott macht uns zu seinen Kindern, weil wir in Beziehung zu ihm immer mehr werden sollen wie er. Für mich bedeutet dies nicht die Antwort auf alle Fragen, aber es zeigt mir wohin mich Gottes Plan bringen möchte.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir so unser Leben und das aller anderen erfolgreich verbessern können. Wir können die Fesseln der Sünde von uns befreien, wenn wir dem gnädigen und gütigen Gott vertrauen schenken. Der Preis besteht nicht nur aus einem Leben, in dem Hass oder andere Dinge eine immer kleinere Rolle spielen, - er besteht auch aus dem Leben in der Ewigkeit an der Seite Gottes. Es ist wirklich deprimierend, wenn man so sehr auf eine Erfahrung mit Gott hofft, und diese auf sich warten lässt. Ich kenne das leider nur zu gut!

Doch obwohl Erfahrungen wichtig sind, schenken sie uns nicht die Antworten auf die Fragen, die wir beantworten müssten, wenn wir Gott verstehen wollen. Er (Gott) hat uns aus Gnade ein besseres und ewiges Leben versprochen. Mit dieser Zuversicht bekommen wir doch bereits die Antwort, die wir brauchen, um Gottes Plan Vertrauen zu schenken.

 

„Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glaube, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich

nichts.“ 1. Korinther 13, 2

 

Ich werde mein Gebetsanliegen von Sonntag weiterhin vor Gott bringen. Doch werde ich auch für jeden einzelnen beten, damit wir das Vertrauen erlangen, das wir brauchen, um so zu leben wie Jesus

uns dies zeigte. Und dann glaube ich fest an das Nichtzweifeln am Unsichtbaren.

Amen

 

Yannick Bengert